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Dashboard

Das Dashboard ermöglicht es, unterschiedliche Daten nach frei definierbaren Regeln zu aggregieren und übersichtlich darzustellen. Die in einer Aggregation enthaltenen Datensätze können vom Anwender – entsprechend seiner Zugriffsberechtigungen – eingesehen und weiterverarbeitet werden.

Der integrierte Designer bietet die Möglichkeit, eigene Dashboard-Kacheln (sogenannte „Designs“) zu erstellen. Damit lassen sich Diagramme und Auswertungen komfortabel und ohne Kenntnisse einer Datenbankabfragesprache (SQL) gestalten.

Durch die vollständige Integration in das Berechtigungssystem von pitFM Expert kann der Zugriff auf einzelne Dashboard-Elemente gezielt durch Anwender oder Anwendergruppen gesteuert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass jeweils nur die für den Nutzer relevanten Informationen sichtbar und bearbeitbar sind.

Systemvoraussetzungen

Für das Dashboard werden mindestens folgende Systemvoraussetzungen benötigt:

  • pitFM Expert Version 2020 (Revision 22.x.x.x)
  • Grafikkarte DirectX 10
  • ab Dev

Lizenzvoraussetzungen

Für die Nutzung des Dashboards können ab pitFM Expert Version 2020 folgende Module freigeschaltet werden:

Modul-ID Modulname Beschreibung
14 Dashb-Nutzung bis 10 Nutzung von bis zu 10 unsignierten Designs.
15 Dashb-Nutzung unbegrenzt Nutzung unbegrenzte Anzahl unsignierter Designs.
16 Dashb-Designer Möglichkeit, Dashboards zu designen.
17 Dashb-Signatur Möglichkeit, Dashboards zu signieren, so dass diese nicht bei der Begrenzung der Anzahl der nutzbaren Designs berücksichtigt werden.
Freischaltung für Dritte nicht vorgesehen.

Erweiterung der Metadaten

Die Definitionen für Designs werden in der Datenbank gespeichert, so dass die Designs von allen berechtigten Anwendern konsumiert werden können, ohne dass eine Softwareverteilung auf die Clients erforderlich ist. Somit muss zur Implementierung des Dashboards im Sysadmin-Bereich eine neue Klasse angelegt werden:

Meta-Klasse für Dashboard-Designs

Die Definitionen für Designs werden in der Datenbank gespeichert, so dass die Designs von allen berechtigten Anwendern konsumiert werden können, ohne dass eine Softwareverteilung auf die Clients erforderlich ist. Somit muss zur Implementierung des Dashboards im Sysadmin-Bereich eine neue Klasse angelegt werden.

Name SysDashboardDesign
Typ SysClass
Von anderer Klasse abgeleitet nein
Mandantenübergreifend ja
Instanziierbar ja

Die Klasse benötigt folgende Attribute:

Name Type
CreationDate CREATEDATTIME
CreationUser CREATEDBYUSER
ID ID
ModificationDate LASTMODIFIEDATTIME
ModificationUser LASTMODIFIEDBYUSER
PitTimeStamp TIMESTAMP
Data CLOB

Systemrecht für die Nutzung des Dashboards

Ob die Nutzung der Dashboard-Funktionalität überhaupt möglich ist, wird über ein Systemrecht zweistufig gesteuert. Es wird unterschieden zwischen Usern, die Designs und zugehörige Kacheln erzeugen dürfen und solchen, die nur zu bestehenden Designs Kacheln erzeugen dürfen.

Das entsprechende Systemrecht muss innerhalb der Metadaten vorhanden sein, um die Dashboard-Funktionen überhaupt nutzen zu können.

Systemrecht:

Interner Name Empfohlener Anzeigename
Kategorie: GUI_CMD Allgemeine Befehle
Systemrecht DASHBOARD Dashboard

Berechtigungsstufen:

Verwendung Empfohlener Anzeigename
Berechtigung Stufe 1 Designs können erstellt, bearbeitet und genutzt werden. Designs erstellen / bearbeiten
Berechtigung Stufe 2 Nutzen (konsumieren) von Designs durch Erstellung und Anzeige von Kacheln. Dashboard nutzen
Berechtigung Stufe 3 Derzeit keine Verwendung.
Bemerkung

Systemrechte werden immer durch die Systemrechtkategorie (interner Name) und deren internen Namen identifiziert. Beschränkungen werden immer durch die Stufe bestimmt. Anzeigenamen für Systemrechte und Berechtigungsstufen sind Empfehlungen und werden vom System bei der Auswertung der Rechte nicht interpretiert.

Bei den Zugriffsberechtigungen auf Informationen im Dashboard muss zwischen dem Zugriff auf aggregierte Daten und dem Zugriff auf die Einzeldatensätze, die den Aggregationen zu Grunde liegen, unterschieden werden.

  • Zugriff auf aggregierte Daten: Bei der Datenaggregation bleiben die Zugriffsbeschränkungen auf die zugrundeliegenden Einzeldatensätze grundsätzlich unberücksichtigt. Das Betrifft sowohl Zugriffsbeschränkungen, die über Berechtigungen definiert wurden als auch Zugriffsbeschränkungen, die über Mandantenabgrenzungen getroffen wurden.
  • Zugriff auf Basisdaten: Beim Zugriff (DrillDown) auf die den Aggregationen zugrundeliegenden Einzeldatensätze werden sämtliche Zugriffsbeschränkungen, die für den User gelten, berücksichtigt. Daraus ergibt sich, dass ein Anwender unter Umständen nicht alle in einer Aggregation enthaltenen Datensätze sehen darf.

Die Logik lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen:
Bei demokratischen Wahlen hat der einzelne Bürger nicht das Recht das Wahlverhalten eines anderen einzelnen Bürgers zu erfahren. Es gibt ein Wahlgeheimnis. Dennoch darf und muss jeder Bürger das Ergebnis der Wahl erfahren. Dabei hat er auch Einblick in unterschiedliche Detaillierungen, wie die Ergebnisse in den einzelnen Wahlkreisen oder die Ergebnisse in bestimmten Altersgruppen.

Auf Basis des Grundsatzes, dass bei der Datenaggregation Zugriffsbeschränkungen unberücksichtigt bleiben, können folgende Situationen nicht eintreten:

  • Unterschiedliche Anwender bekommen im gleichen Dashboard, mit gleicher Bezeichnung, unterschiedliche Summen angezeigt.
  • Ein Anwender bekommt in unterschiedlichen Rollen unterschiedliche Summen im gleichen Dashboard angezeigt.

Der Grundsatz, dass bei der Datenaggregation Zugriffsbeschränkungen unberücksichtigt bleiben, führt allerdings dazu, dass mit Hilfe sehr kleinteiliger Aggregationen Informationen abgeleitet werden können, die der Anwender gegebenenfalls nicht bekommen darf.

Im Beispiel der Analyse des Wahlverhaltens in demokratischen Wahlen entspräche dies der unzulässigen Analyse sehr kleiner Gruppen. Könnte ein Wähler beispielsweise das Wahlverhalten seines eigenen Zweipersonenhaushalts auswerten, dann könnte dieser Wähler Kenntnis über das Wahlverhalten des anderen Mitglieds dieses Haushalts erlangen und das Wahlgeheimnis wäre verletzt.

Achtung

Die Berechtigung zur Definition und Bearbeitung von Dashboard-Designs ist ein administratives Recht. Inhaber dieser Berechtigung können durch kleinteilige Aggregationen unzulässige Informationen erlangen. Es wird daher dringend empfohlen, die Berechtigung zur Erstellung und Bearbeitung von Dashboard-Designs restriktiv zu handhaben.|

Aus den genannten Gründen kann zunächst die generelle Erstellung und Nutzung von Dashboard-Designs beschränkt werden. Die Berechtigungen können dann für jedes einzelne Dashboard-Design weiter eingeschränkt werden, indem am Design erforderliche Systemrechte festgelegt werden (siehe Handbuch „Dashboard in pit - FM“).

Weitere Systemrechte für Zugriffsbeschränkungen auf einzelne Dashboard-Designs

Für jedes einzelne Design kann der Zugriff mehrstufig beschränkt werden. Es wird unterschieden zwischen dem Recht, das jeweilige Design zu nutzen und dem Recht, es zu bearbeiten. Dazu können Anwender, die im Userdatenbereich Dashboards definieren, festlegen, welche Systemrechte notwendig sind.

Weitere Informationen zu dem Thema können dem Anwenderhandbuch „Dashboard in pit - FM“ aus dem Kapitel „Berechtigungen“ entnommen werden.

Die Dafür nutzbaren Systemreche können innerhalb der Kategorie „DASHBOARD“ vom Administrator frei definiert werden (analog zu Reports).

Beispiel:

Funktionsbereich DASHBOARD
Name OCCURRENCE_DESIGNS
Anzeigename Kachel-Designs für Ereignisse
Berechtigung Stufe 1 Erstellen/bearbeiten
Berechtigung Stufe 2 auswählen

Verteilung Dashboard-Standardansicht

Für das Dashboard kann eine Standardansicht definiert werden. Dazu werden mit einem beliebigen Anwender Kacheln hinzugefügt und entsprechend angeordnet. Nach beenden von pit - FM werden die Einstellungen im Userverzeichnis des Anwenders gespeichert. Diese Einstellungen können mit der nachfolgend beschriebenen Aktion in das Verzeichnis für den Default-User übertragen werden und stehen so jedem Anwender, der im Anschluss Erstzugriff erhält automatisch zur Verfügung. Im System vorhandene Anwender können das Standarddashboard über die Funktion „Standard laden“ laden.

Es müssen folgende Dateien kopiert werden:

Quelle: …\user\?????\dashboard

Ziel: …\user\default\dasboard

Ein im Ziel vorhandenes Verzeichnis sollte zuvor vollständig geleert werden. Der Cache-Ordner sollte von der Kopieraktion ausgeschlossen werden.

Migration vorhandener Dashboard-Designs

In älteren Betaversionen erstellte Dashboard -Designs, die als XML vorliegen, können mit der entsprechenden Schaltfläche im Kachelmanager importiert werden.

Dashboard Kachelmanager